2021|ZEIT FÜR ROMANTIK – DIE BÄRENMÜHLE

Fünf Mühlen und eine Burg prägen das Lengelbachtal seit vielen Jahrhunderten. Während die Mühlräder am Bach fleißig klapperten, wachten die Amtsleute des Landgrafen in der hoch über dem Tal gelegenen Burg Hessenstein über das Geschehen.

In majestätischer Abgeschiedenheit steht die Bärenmühle da, vom Rauschen des Baches und der Bäume umweht. Einstmals drehten sich hier zwei Wasserräder, von denen eines den Mahlgang der Kornmühle antrieb, das andere das Schlagwerk einer Ölmühle – die Bärenmüller produzierten Mehl und Öl.

1554 wurde die Bärenmühle erstmals namentlich in einer Urkunde erwähnt, freilich stand sie damals schon „länger als Menschengedenken“, wie es in dem alten Dokument heißt. Zeitweise gehörten die Mühlen im Lengeltal zum Zisterzienserkloster Haina, das etwa zehn Kilometer weiter südwestlich gelegen ist. Ein Klosterdokument von 1201 führt die bachaufwärts der Bärenmühle gelegene Lengelmühle als „molendinum lengelen“ auf. Nach einer Urkunde von 1215 standen das Kloster Haina, die Lengelmühle sowie vier weitere Mühlen damals unter dem Einflussbereich des Erzbischofs von Mainz. Gemeint waren vermutlich eine heute nicht mehr existente Mühle unterhalb der Burg Hessenstein, die Oberste Mühle, eine als „Schneidmühle im Wiesental“ bezeichnete Sägemühle und die Bärenmühle. Weiterlesen

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