Mittelalter trifft Moderne

Freiburg im Breisgau besticht mit seinem ganz eigenen Mix aus historischen Sehenswürdigkeiten und Lebensfreude. Entdecke das imposante Münster und andere Sightseeing-Highlights der Unistadt – und genieße dabei das bunte Markttreiben auf dem Münsterplatz und die entspannte Lässigkeit an Freiburgs einmaligen Bächle.

Historisches Highlight

Das dunkelrote Historische Kaufhaus mit seinen reich verzierten Erkern ist ein echter Blickfang am Münsterplatz. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde es von Münster-Baumeister Lienhart Müller errichtet für die städtische Markt-, Zoll- und Finanzverwaltung.

Aus der Flucht der Nachbargebäude ist das Historische Kaufhaus nach vorne gerückt; so kommt die prächtige Fassade besonders zur Geltung. Auffällig sind vor allem die beiden Erkertürme, denen die Spitzen aus bunten Ziegeln eine spielerische Leichtigkeit geben. In den Bögen der Arkadenvorhalle waren einst Marktstände untergebracht, Waren wurden im Innenhof hinter dem breiten Eingangstor gelagert. Dort finden heute Open Air Veranstaltungen wie die „Freiburger Weinkost“ statt.

Über eine Wendeltreppe ist der Innenhof mit dem Kaminsaal verbunden. Während der pompöse Kaisersaal durch seine mächtigen Eichensäulen Eindruck schindet, spannen virtuose Deckenornamente aus dem 18. Jahrhundert im Rokokosaal einen kunstvollen Himmel über die Gäste. Die eindrucksvollen Säle des Historischen Kaufhauses sind immer bei Veranstaltungen zugänglich – zum Beispiel bei Lesungen oder bei Konzerten des SWR-Symphonieorchesters.

Die Schneckenvorstadt

Gerberau, Fischerau, Marienstraße und Insel. So viel Mittelalter-Flair hat kein anderes Viertel außerhalb der Freiburger Altstadt: Als einzige Vorstadt wurde diese, gleich hinter Martins- und Schwabentor gelegen, im 17. Jahrhundert nicht für den gewaltigen Festungsbau des französischen Baumeisters Vauban abgerissen.

Und so sind hier, etwa in den Gassen Gerberau und Fischerau, noch immer die Häuser der einstigen Gerber oder Färber, Metzger oder Steinschleifer zu sehen. Im Mittelalter war die Schneckenvorstadt das Gewerbeviertel der Stadt; heute ist es eines ihrer charmantesten und beliebtesten Viertel mit kleinen, inhabergeführten Läden und Cafés.

Woher die Schneckenvorstadt ihren Namen hat, ist umstritten: Die schneckenförmigen Wendeltreppen an der Außenseite der Häuser könnten ebenso der Grund sein wie das Wirtshaus „Zum Schnecken“, das einst am heutigen Holzmarkt stand. Wappentier des Viertels ist jedoch keine Schnecke sondern ein Krokodil: Fest verankert im Kanal zwischen Gerberau und Insel schwimmt das 400-Kilo-Krokodil aus Granit seit 2001 gegen das hier vergleichsweise schnell fließende Wasser der Dreis.

Das Freiburger Bächle

In den Bächle fließt das klare Wasser der Dreisam durch unzählige Gassen der Freiburger Altstadt. Nicht nur Kinder verleiten die Wasserläufe dazu, im kühlen Nass zu plantschen – Groß und Klein lassen hier ihre Füße und dabei auch ihre Seele baumeln. Angelegt wurden die flach gepflasterten Rinnen im 12. Jahrhundert, zur Zeit der Stadtgründung, um die Menschen mit Trink-, Brauch- und Löschwasser zu versorgen.

Das bekannteste Sprichwort zu den Freiburger Bächle besagt, dass jeder, der (meist versehentlich) mit dem Fuß in eines der kleinen Wasserläufe in der Altstadt tritt, einen gebürtigen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten wird. Alternativ heißt es, man kommt immer wieder nach Freiburg zurück, wenn man hineintritt.

  • Der Mythos: Wer in ein Bächle „dappt“ (reintritt), den zieht es laut volkstümlicher Sage für immer an die Dreisam.
  • Die Bedingung: Der Mythos gilt primär, wenn man unbeabsichtigt hineintritt.
  • Bedeutung: Die Bächle sind ein Wahrzeichen der Freiburger Altstadt, welche die Straßen durchziehen und im Sommer zur Abkühlung dienen.

Es wird scherzhaft behauptet, dass selbst ehemalige Politiker wie Gerhard Schröder aufgrund dieses Mythos in ein Bächle traten.

Heute bringen sie eine ganz eigene Lässigkeit und Entspanntheit in die Stadt: mehr Chill-Faktor geht nicht. Übrigens sind die Freiburger Bächle außerdem auch Austragungsort des einzigartigen Bächleboot-Rennens, Schauplatz blutiger Kriminalromane – und heimtückische Falle für Singles. Denn wer aus Versehen ins Bächle ‚dappt‘, so heißt es, muss einen Freiburger oder eine Freiburgerin heiraten.

 

Weitere Informationen zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten
und Ausflugszielen finden Sie über die Website visit.freiburg.de.

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Der Hirschen in Lehen